Donnerstag, 1. Februar 2024

Krankenkassen – Tainted Love

Wale leben von Plankton und anderen kleinen Meeresbewohnern. Die meisten davon kommen nicht mehr heil aus dem Walbauch heraus. 2.200 Tonnen Zooplankton zieht ein durchschnittlicher Grönlandwal jährlich durch seinen Verdauungstrakt. Die Stückzahl hat bei 0,2 Milligramm aschefreiem Trockengewicht pro Plankton jede Menge Nullen. Kann so in der Form kaum einer ausrechnen, auch weil der Wasseranteil nur näherungsweise zu bestimmen ist. Hängt halt mit am Salzgehalt und Gasanteil der Tiefenschicht, in der die Jungs eingesaugt werden. Aber Schwamm drüber. Analog hierzu sind Kontakte zu Fitnessinteressierten die Lebensgrundlage eines Sportclubs. Doch diese Menschen kommen völlig freiwillig durch die Tür und sind, wenn sie den Club nach einigen Jahren wieder verlassen, in deutlich besserem Zustand als vorher. Der Fitnessclub ist also ohne jeden Zweifel ein sinnvollerer Aufenthaltsort als ein Walbauch. Selbst wenn Sie Jona oder Pinocchio heißen, die es wieder raus geschafft haben. 

Doch solche Argumente überzeugen nur Wenige. Das sieht man an der geringen Beteiligung am anlagengebundenen Sport. Nur etwa 10,3 Millionen Personen waren bei uns Ende 2022 in einem Fitnessclub angemeldet, schätzt der zuständige Verband. Mit Blick auf die Alterung der Bevölkerung und unser fragiles Rentensystem ist das besorgniserregend. Auch Herz-Kreislauf-Störungen, Fettleibigkeit, Thrombose und Diabetes verbreiten sich aus diesem Grund rascher als nötig. Paradoxerweise ist seit 2019 unsere sporttreibende Bevölkerung um rund 1,4 Millionen Personen geschrumpft. Mit großem medialem Aufwand wurde den Menschen zwischenzeitlich empfohlen, nichts zu tun. Herumzusitzen, fernzusehen, nicht auf die Straße zu gehen. Das Arbeiten wurde verboten. Fitnessanlagen und Vereine geschlossen. Golfplätze sogar und Schachclubs. Man sollte nicht mit dem Boot fahren. Stand-Up-Paddling, zu riskant. Ja, geht’s noch? All das, obwohl ein aktiver Körper mit infektiösen Angreifern natürlich besser zurechtkommt als ein inaktiver. Kam dann später eine Kampagne zur Sportförderung? Endlich, jetzt aber ran an den Speck! Eher nicht. Haben wir zumindest nicht mitbekommen.

Dann sind da noch die Krankenkassen, welche manchmal auch Gesundheitskassen heißen. Leider haben nur wenige von denen verstanden, dass es in ihrem eigenen und dem Interesse ihrer Mitglieder liegt, die Ausübung von Sport zu fördern. Einige Betriebskrankenkassen tun dies, gewähren einen jährlichen Rabatt von 200 Euro oder mehr, solang Versicherte nachweislich trainieren. Datenschutz hin oder her, an der Theke stempeln wir in dem Fall so Zettel ab wie in den 70ern eine Trimmspirale vom Deutschen Sportbund. Macht Spaß. Doch für die meisten Kassen müssen Sie bewegungsunfähig sein, um einen Zuschuss zu Ihren Sportausgaben zu bekommen. Als ob es dann noch viel bringen würde. All das ist schade und völlig unnötig, wie uns die Schweizer zeigen. Die sind seit Jahren erfolgreich mit Sportförderung durch Krankenkassen. Aber natürlich haben die Berge. Da ist es klar, dass man ganz ohne Sport nicht weit kommt. Wir fördern jetzt Elektroautos, wohl um denselben Punkt zu machen. Die kommen ja auch nur bis zur nächsten Ecke. Ist einen Versuch wert.

Bei jungen Leuten spielen unsere Kassen Mäuschen. Bloß nicht melden, sonst kommen die noch auf Ideen, Geschlechtsumwandlung auf Rezept und so. Alte werden gern mit Medikamenten ruhiggestellt. Über den Zusammenhang zwischen Bewegung und Bluthochdruck, Schwindel, Rückenschmerzen oder Spaß an der Entwicklung des eigenen Körpers und Selbstwertgefühl schweigen die sich aus. Termin in der Praxis wieder Mitte nächsten Jahres. Sinnvolle Anreize sucht man in ihren Broschüren vergeblich. Kommt von denen mal ein Brief, dann geht es um Tariferhöhungen. Für ein sportlich aktives Leben nehmen die Kassen bei uns also dieselbe Position ein, wie bei Kafka der Wachmann am Tor zum Gesetz: Wenn es dich so lockt, versuche es doch, trotz meines Verbotes hineinzugehn. Ein großer Sportler war Kafka natürlich auch nicht, aber er konnte wenigstens schreiben.

Wir bleiben derweil hoffnungsfroh und warten geduldig darauf, dass die Leute bei den Öffentlich-Rechtlichen, Kassen oder Ämtern irgendwann aufwachen und einen Heureka-Moment haben: Sport, das ist es!


Montag, 1. Januar 2024

Fitnessmagazine – Und täglich grüßt das Murmeltier

Wir schwören: Nie haben wir irgendwo geklickt, unsere Adresse eingetragen oder leichtsinnig eine Visitenkarte rausgegeben, die dies hätte auslösen können. Fitnessmagazine. Kommen jeden Monat, mehrere, können Sie die Uhr nach stellen. Die Titel brauchen Sie gar nicht anzusehen. Sind alle, nett gesagt, sehr ähnlich. Marke, Monat, Jahr, egal. Als könnten Sie durch die Pappe schauen. Inhalt bekannt, noch bevor Sie vom Briefkasten zurück in der Wohnung sind. 

Zunächst mal die Form der Auslieferung. Alle reden über Digitalisierung, aber die Dinger kommen physikalisch. Würden die per Email geliefert, ein fettes PDF oder so eine Webseite, wo man durchblättert, klar, dann könnte man Junk-Mail einstellen und aus die Maus. Aber nein, die kommen gedruckt. Wir haben hier fünf Briefträger, in einem guten Monat. Kommen zum Teil, wenn man noch schläft. Denen können Sie nicht einzeln erklären, dass sie die Teile nicht einwerfen, sondern wieder mitnehmen sollen. Würde sowieso keine Begeisterungsstürme auslösen. Gerade diese Dinger gehen ja aufs Kreuz. Ist also keine realistische Option.

Dann das Material. Woraus sind die eigentlich? Plastikfolie, klar, kommt in den Wertstoffeimer, obwohl kein Logo vom Grünen Punkt drauf ist. Das fühlt sich einfach richtig an. Produktproben, eingesteckte Flyer und so, wohl Restmüll. Schon mal nicht optimal. Dann der Schinken selbst. Hochglanz. Fühlt sich das wie Papier an? Nicht wirklich. Also die FAZ, ist schon Jahre her, das war irgendwie anders. Bei der war klar, Papiertonne. Aber diese Teile, vielleicht Wertstoff? Auf der gelben Tonne steht fett Verpackung drauf. Ist so ein Magazin eine Verpackung und, falls ja, für was?

Also nicht falsch verstehen. Die Leute, die da fotografiert, interviewt, nach Ihrer Meinung oder einem Kurzkommentar gefragt werden, die Testimonials abliefern oder einfach nicht bei drei auf dem Baum waren, das sind durchweg nette und kontaktfreudige Typen. Frauen, Männer, Queer, Divers, keine Angabe. Mit denen können Sie rüber zum Griechen, Vorspeisen und Ouzo bestellen. Das wird nett, versprochen. Man rätselt nur, warum diese Geschichte mit den Magazinen?

Muskeln, so im Sinne von Arnold Schwarzenegger 1970 Venice Beach, da redet heute keiner mehr drüber. Will im Grunde auch keiner mehr haben. Aber Magazine, das ist doch auch Old School. Wieso haben die sich nicht überlebt? Vielleicht ist die Fitnessbranche in einer Art Midlife Crisis. Also Muskel nicht, aber ein Magazin zum anfassen? Keine Ahnung. Wir setzen auf die junge Generation. Die müssten damit doch eigentlich auch grad mal gar nichts anfangen können, wegen der Handys. Hoffentlich gehen einige von denen in die Verlagsbranche und machen diesem Irrsinn den Garaus. Wir jedenfalls haben es nicht geschafft.


Freitag, 1. Dezember 2023

Existenzgründung – Go Your Own Way

Sie haben sich entschieden, wollen in der Fitnessbranche Ihr eigener Chef werden. Nur die Details sind noch zu klären. Auf welche Weise Sie die Umsetzung angehen, sollte vor allem davon abhängen, wie Sie Ihre Fähigkeiten einschätzen und welche Ressourcen Sie einsetzen werden. Vorab müssen jedoch einige grundsätzliche Fragen beantwortet werden. 

Kleinflächenkonzept oder ein echter Club? Das sollte von Ihren Erfahrungen abhängen. Sind Sie Personal Trainer oder haben noch nie eine größere Anlage geführt? Dann ist ein Kleinflächenkonzept Ihre erst Wahl. Der Kapitaleinsatz ist gering, und Sie können Ihre Stärken voll ausspielen. Nebenbei lernen Sie wichtige kaufmännische und administrative Grundlagen, sammeln erste Erfahrungen in der Führung von Mitarbeitern. Natürlich sind der Umsatz und somit Ihr Ertragspotential überschaubar, zudem stehen Sie fast immer selbst im Laden. Aber egal, Ihr Fokus liegt auf der persönlichen Betreuung. Teuer, aber gut. Falls das nicht Ihre Vision ist, dann sollte es ein richtiger Club sein. Einer mit einer Fläche für ein paar hundert oder ein paar tausend Mitglieder. Der Betrieb einer solchen Anlage erfordert deutlich mehr Erfahrung. Besitzen Sie die, dann ist ein großflächiger Club Ihre erste Wahl.

Service oder Preis? Ihre Erfahrung haben Sie in einem bestimmten Umfeld gesammelt. Vielleicht als Manager eines hochpreisigen Clubs mit hervorragendem Service oder als Leiter der Filiale eines Discounters. Lassen Sie sich von Ihrem ehemaligen Umfeld nicht zu sehr vereinnahmen. Ihre Form der Umsetzung sollte nicht davon abhängen, welches Geschäftsmodell Sie bereits im Detail kennen. Möglicherweise gibt der Standort, den Sie für Ihre eigene Anlage auswählen, mehr her. Vielleicht missfällt Ihnen das bisherige Serviceniveau oder Preismodell schon längere Zeit. Für diese Entscheidung sollte Ihre Überzeugung den Ausschlag geben, nicht Ihre Vergangenheit. Sie meinen, die Stunde des Discounts hat geschlagen? Für Sie liegt die Zukunft in einem besseren Service? Egal, am richtigen Standort mit der richtigen Einstellung können Sie beide Konzepte zum Erfolg führen. Oder scheitern natürlich. Dennoch, ein Richtig oder Falsch gibt es bei dieser Frage nicht.

Gebraucht oder neu? Das Kapital, welches Sie für Ihr Projekt einsetzen, beeinflusst Ihre Grundsatzentscheidung über die Art von Anlage, die Sie erwerben oder aufbauen werden. Eine ältere Anlage zu übernehmen, erfordert in einigen Fällen gar kein nennenswertes Startkapital. Die besten Clubs in Deutschland können ohne Immobilie 5-6 Mio. Euro pro Stück kosten. Im Vergleich zu Letzterem ist die Neueröffnung einer Großanlage für etwas mehr als eine Mio. Euro verhältnismäßig günstig. Doch günstig sollte immer nur eines Ihrer Kriterien sein. Bei der Übernahme einer älteren Anlage mit Schwächen haben Sie in der Anfangszeit deutlich mehr zu tun als nach einer Neueröffnung oder dem Erwerb eines Spitzenclubs. Eine gebrauchte Anlage mit Schwächen muss umgebaut oder saniert werden, die Geräte sind zu ersetzen. Die hochwertige Sanierung eines einzigen Sanitärbereichs mit ein bisschen Lüftung kann schnell 200.000 Euro kosten. Dennoch, Sie müssen das Umfeld der Anlage davon überzeugen, dass bei Ihnen jetzt ein neuer Wind weht. Dem anfänglich geringen Aufwand für den Erwerb eines gebrauchten Clubs mit Schwächen müssen Sie neben dem notwendigen Sanierungsaufwand auch den Wert Ihrer Lebenszeit hinzurechnen. Solche Vorhaben können leicht zu Zeitfressern werden, mit ungewissem Ausgang. Bei einer neuen Anlage liegt der größte Teil Ihrer Arbeit vor dem Eröffnungstermin. Natürlich will eine Neueröffnung finanziert werden, sowohl die Hardware als auch die Verluste der ersten zwei Jahre. Bei einer großen Fitnessanlage in gemieteten Räumen halten sich diese beiden Positionen in etwa die Waage, es sind zwischen 400.000 und 700.00 Euro jeweils. Maximal die Hälfte der Projektkosten sollte durch Bankdarlehen, Mietbürgschaften oder Leasing finanziert werden. Dies bedeutet, dass Sie für eine neue Großanlage zwischen 400.000 und 700.000 langfristiges Kapital selbst mit zur Party bringen sollten. Mindestens, mehr ist immer besser. Es ist zudem vorteilhaft, dafür zu sorgen, dass weder für Sie noch für Ihre Mitgesellschafter der Verlust dieses Kapitals eine Katastrophe auslöst. Die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlustes liegt in diesem Fall bei rund 15-20%. Die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen Kapitalbindung mit geringer Wertsteigerung liegt bei 20-30%.

Ein Standort oder mehrere? Wer sich mit einem solchen standortbezogenen Einzelrisiko unwohl fühlt, der kann eine Unternehmensbeteiligung in der Fitness erwerben. Sehr einfach ist dies über die Börse. Seien Sie jedoch vorsichtig bei Wachstumsgeschichten. Deren Planungen sind meist hoffnungslos übertrieben und das Management durch substantielle Kickbacks motiviert. Auch im Beteiligungsmarkt gibt es regelmäßig Möglichkeiten, Fitnessketten zu erwerben. Rechnen Sie für die Suche, Prüfung und Abwicklung einer solchen Transaktion mit einer Vorlaufzeit von 12-18 Monaten. Um eine geeignete Gruppe zu finden, benötigen Sie entweder Fleiß oder einen Kenner des Marktes. Wir empfehlen das zweite. Als Maßgröße für den Firmenwert ist der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, EBITDA, ein Indikator. Auf diesen wird für gute Clubs ein Faktor von 4,0 bis 5,0 mal gezahlt, auf schuldenfreier Basis. Clubs mit Schwächen bekommen Sie für 2,5 bis 3,5 mal. Lassen sie lieber die Finger von Clubs, die billiger sind, wenn Sie nicht wirklich viel Ahnung haben. Falls Sie drei Clubs übernehmen möchten, die zusammen einen EBITDA von 400.000 Euro erwirtschaften, dann sollten Sie mit einem Kaufpreis von 1,2 bis 1,8 Mio. rechnen, sowie mit Erwerbsnebenkosten von rund 150.000 Euro. Der Kaufpreis wächst in etwa proportional zum EBITDA, die Erwerbsnebenkosten entwickeln sich leicht unterproportional. Der Erwerb einer Gruppe mit mehreren Anlagen hat ein vorteilhafteres Risikoprofil als der Erwerb oder die Neueröffnung einer Einzelanlage. Dennoch ist es auch bei einem Gruppenerwerb sinnvoll, die Finanzierung konservativ zu strukturieren. Wir empfehlen, dass Sie bei einem Brancheneinstieg nicht mehr als 35% des Kaufpreises über eine Bank finanzieren. Dies nicht zuletzt aufgrund der notwendigen Ersatzinvestitionen und laufenden Instandhaltungskosten, die gebrauchte Anlagen mit sich bringen. Beide Positionen zusammen betragen im Schnitt etwa 40.000 bis 50.000 Euro pro Jahr und Anlage. Es ist ein kardinaler Fehler vieler Betreiber, ihre Bestandsanlagen zu vernachlässigen und nur in schnieke Neueröffnungen zu investieren. Häufig der Anfang vom Ende einer Erfolgsgeschichte, die nie jemand hören wird. Letztlich sollten Sie auch beim Erwerb einer Gruppe von Clubs darauf achten, dass ein Totalverlust oder eine langfristige Kapitalbindung mit geringer Rendite keine finanziellen Schwierigkeiten auslösen. Der Totalverlust ist bei einem Gruppenerwerb verhältnismäßig unwahrscheinlich. Dafür ist eine langjährige Kapitalbindung mit moderater Rendite für ein solches Unterfangen eher die Regel als die Ausnahme.

Selbst oder andere machen lassen? Für ein Kleinflächenkonzept reichen kaufmännische Grundkenntnisse aus der Berufsschule. Sie müssen lediglich aufmerksam lesen und nachfragen, sobald Sie etwas nicht verstehen. Für eine millionenschwere Neueröffnung und den Erwerb eines oder mehrerer guter Clubs benötigen Sie Berater. Selbstverständlich sind die Anforderungen bei kleinen Transaktionen geringer als bei großen. Falls es für Sie und Ihre Mitgesellschafter jedoch um echtes Geld geht, dann arbeiten Sie besser nicht mit Hinterwäldlern. In Bezug auf den Markt kann Ihnen kein Berater etwas Sinnvolles sagen, hier können Sie sparen. Bei Verträgen, sowie für die Prüfung von Bilanzen und Steuern, nehmen Sie besser Profis. Nicht nur, weil Hinterwäldler mehr Fehler machen, sondern auch, weil sie Ihre Zeit und die Ihrer Geschäftspartner verschwenden. Einem Wirtschaftsprüfer, mit dem wir einmal das Vergnügen hatten, waren die Unterschiede zwischen dem Erwerb von Wirtschaftsgütern, Asset Deal, und dem Erwerb von Geschäftsanteilen, Share Deal, nicht geläufig. Einer davon ist, ob Sie die bestehenden Mitgliedschaftsverträge übernehmen dürfen oder nicht. Ob die Hackenschmidt im Preis inbegriffen ist oder nicht, OK, aber die Mitgliedschaften? Das ist keine Kleinigkeit. Ein Verkäufer oder Vermieter, der die Wahl hat, entscheidet sich unter gleichen Bedingungen meist für den professioneller aufgestellten Bewerber. Falls Sie externe Investoren einbinden, sind Anwälte mit Erfahrung im Mittelstand empfehlenswert. Fehler bei der Gestaltung einer Investorenvereinbarung können Ihrem Projekt das Genick brechen, auch wenn sonst alles so weit läuft. Mitgesellschafter müssen Sie nach Abschluss der Transaktion persönlich betreuen. Für den laufenden Betrieb großer Fitnessanlagen empfiehlt sich hingegen die dauerhafte Einbindung von Dienstleistern. Mitgliederverwaltung, Beitragseinzüge, Buchhaltung, Personalverwaltung, all dies sollten Sie anfangs weder selbst erledigen noch an die Mitarbeiter des Clubs delegieren. Vermutlich machen es Dritte ohnehin besser. Noch wichtiger ist jedoch, dass Ihr Kopf frei für die Aufgaben bleibt, die den geschäftlichen Erfolg ausmachen. Das sind vor allem die Auswahl und Schulung des Personals, sowie die Steuerung des Vertriebs. Unabhängig von Ihrer Begeisterung für das Thema, funktional gesehen ist der Fitnessclub eine infrastrukturbasierte Vertriebseinheit. Einzige Ausnahme, wenn Sie Ihre Leistung flächendeckend über Niedrigpreise und Marke verkaufen. In diesem Fall ist der Club ein Distributionspunkt, etwa wie eine DHL Packstation.

Mittel- bis langfristig ist es recht wahrscheinlich, dass Ihnen eine unternehmerische Tätigkeit im Fitnessmarkt Spaß machen wird. Wenn Sie dranbleiben und nicht mit der Brechstange agieren, kann sich Ihr dortiges Engagement lukrativ entwickeln. Lassen Sie sich von untersetzten Best Agern, die in Sportwagen durch die Gegend kurven und ein paar Fitnessclubs haben, nicht täuschen. Die Fitness ist keine Branche mehr, in der das schnelle Geld zu verdienen ist. Dafür sind die Markteintrittsbarrieren zu niedrig und das operative Geschäftsrisiko zu hoch. Falls es Ihnen primär um das Geldverdienen geht und Sie viele Talente besitzen, dann sollten Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und Fitness nicht allzu weit oben auf Ihrer Liste stehen. Falls Sie jedoch für die Fitness brennen und etwas Geduld mitbringen, dann freuen wir uns für Sie und wünschen gutes Gelingen.

Mittwoch, 1. November 2023

Neueröffnungen – Jetzt erst recht

Game of Thrones haben wir nicht gesehen, wegen der Drachen. Vikings schon. Das hat Wochen gedauert und war nicht immer angenehm. Was aber vermutlich beide Serien zeigen ist, dass Sicherheit und Triumpf kurzlebig sind, dabei oft auf haarsträubender Selbsttäuschung beruhen. Neueröffnungen von Fitnessclubs sind ähnlich. Wen wundert‘s? Auch so einen Drachen zu fliegen oder Axt und Holzschild herumzuwuchten, sind sportlich anspruchsvoll. Würden ja sonst viel mehr Leute machen.

In der Fitness ist lediglich sicher, dass es nicht alle neuen Clubs schaffen werden. Wie Wikinger in ihren offenen Schaluppen auf hoher See. Selbstverständlich kommen einige Clubs groß raus: Überzeugend in Funktion und Design, mit motivierten Mitarbeitern und jeder Menge zufriedener Kunden. Doch für eine erkleckliche Zahl von Anlagen gilt das nicht. Dies ist kein so großes Thema, wenn Sie jedes Jahr viele davon eröffnen. Einige werden ein Erfolg, andere schlagen sich vernünftig, manche nicht. Im Schnitt wird sich die Sache aber rechnen, wenn Sie keine grundsätzlichen Fehler begehen. Solche gibt es selbstverständlich auch, aber nicht auf Dauer. Das Mietobligo für eine einzige Anlage beträgt leicht fünf Millionen Euro. Hinzu kommen Geräte, Möbel und Anlaufverluste. Nach 10-20 größeren Anlagen fragen dann auch die wagemutigsten Investoren mal nach, wie es so läuft. Das ist im Ergebnis zwar weniger krass als abzusaufen oder auf dem Schlachtfeld zerlegt zu werden. Kommt in Bezug auf Ihr Projekt aber aufs Gleiche hinaus, falls Sie keine Ahnung haben.

Doch was ist, wenn Sie dieses Jahr kein Dutzend Anlagen eröffnen möchten, sondern vielleicht nur eine oder zwei? Wenn zudem diese Anlagen eine für Sie nennenswerte Investition erfordern? Tja, dann bleibt Ihnen nichts weiter übrig, als all die negativen Gedanken auszublenden. Obwohl diese natürlich berechtigt sind, denn letztlich werfen Sie eine Münze.

Manchmal hat man den Eindruck, dass junge Menschen die Augen vor der harschen Wirklichkeit verschließen. In Computerspielen versinken, in Chats oder anderem Zeugs, was so über Handybildschirme flimmert. Doch sind junge Leute in geschäftlichen Dingen eher konservativ. Ist ja klar, weil sie keine Kohle haben. Deshalb fällt es meist den älteren Semestern zu, bei unternehmerischen Entscheidungen die Realität auszusperren. 

Hätt noch emmer joot jejange, sagt man in der Domstadt. Für die Fitness eine sinnvolle Einstellung. Vielleicht ein Vermächtnis der Wikinger, die im 9. Jahrhundert oft dort waren. Bargeldlos versteht sich.

Sonntag, 1. Oktober 2023

Woke – The Day After Tomorrow

Was das Wort - woke - eigentlich bedeutet, ist nicht ganz klar. Einige meinen, dass es mit dem Kampf gegen Ungerechtigkeit und Diskriminierung zu tun hat. Norbert Bolz nennt die Woke-Bewegung: Taliban der Postmoderne. Wokeness ist schwierig zu beschreiben, doch wenn man sie sieht, dann erkennt man sie. Emails von Universitäten oder politischen Stiftungen sind voll davon. Videos auf KiKA und Elternbriefe der Schule auch. Es gibt Abiturprüfungen über den korrekten Umgang damit. Wokeness entspringt dem Wunsch, nirgends anzuecken. 

Die Wahrheit kommt dabei leicht unter die Räder. So hat eine Untersuchung der Columbia University ergeben, dass im Zulassungssystem dieser amerikanischen Spitzenuniversität das reichste Tausendstel der Bevölkerung eine um den Faktor 100 größere Chance auf einen Studienplatz hat als die untersten 200. Damit steht Columbia nicht allein. Die gesamte Ivy League setzt auf legacy admissions als Mittel zur Spendenförderung. Nicht zuletzt um diese Tatsache zu verbergen, sind die führenden amerikanischen Unis Weltmeister der Wokeness geworden. Hüben wie drüben. Jeder Präsident einer deutschen Uni weiß, dass die Studienanfänger seit Jahren immer geringere Kompetenzen mit ins erste Semester bringen und im Studium weniger lernen als früher. Eine Folge finanzieller Vernachlässigung und ideologisch verzerrter Lehrpläne. Thematisiert wird das kaum. Doch es wird fleißig gegendert und auf die Probleme von Transsexuellen hingewiesen. Das ist im Zweifel bequemer und billiger, als die Bedingungen für die übrigen 99,99% der Studenten zu verbessern. Scheinheiligkeit und Verleugnung der Wirklichkeit sind zentrale Elemente der Woke-Bewegung. Niemand erklärt das besser als Konstantin Kisin. Sein Vortag bei der Oxford-Union im Januar 2023 beschreibt dies eindrücklich und mit rhetorischer Brillanz. Seine Empfehlung: Hört auf zu heulen und fangt an zu arbeiten. 

Menschen, die einen Fitnessclub besuchen, wissen das. Dort geht es nicht um die Kontrolle Ihrer politischen Haltung, sondern um die Ihres Körpers. Niemand trainiert bei uns aus Protest gegen Kolonialismus oder CO2-Emissionen. Es hat sich auch noch keiner in der Lobby festgeklebt. Wir sind froh über diese Bodenständigkeit. Sich körperlich fit zu halten, ist für uns die ultimative Zukunftsinvestition und Ausdruck des Willens, das Übermorgen selbst zu gestalten. 

Der Weltuntergang ist hier einfach kein so großes Thema.

Freitag, 1. September 2023

Ernährung – Lean Management

Satte 250 Milliarden Euro werden weltweit pro Jahr für Diäten ausgegeben. Dieses Geld ist meist verschwendet, weil Diäten nur selten etwas bringen. Dafür gibt es zahlreiche Gründe, doch der wichtigste von ihnen liegt in unserer Vergangenheit. Noch vor nicht allzu langer Zeit waren wir alle stets vom Hungertod bedroht, weil Nahrungsmittel ein knappes Gut waren. Unser Körper wurde über Jahrtausende darauf programmiert, Energie zu speichern, um den nächsten Versorgungsengpass zu überstehen. Führen wir unserem Körper weniger Nahrung zu, beispielsweise im Zuge einer Diät, löst dies ein Alarmsignal aus, und unser Stoffwechsel verlangsamt sich. Bleiben wir hartnäckig und erreichen tatsächlich eine signifikante Gewichtsreduktion, dann erinnert sich unser Körper an das frühere Gewicht und versucht, dieses mit allerlei Ticks und Hormonen wieder zu erreichen. Damit ist er oft erfolgreich. Deshalb sind etwa 40% der Weltbevölkerung übergewichtig. Doch es gibt tatsächlich Wege, um wirksam abzunehmen. 

Der erste Weg ist leicht zu gehen, er beeinträchtigt jedoch Ihre Gesundheit und ist teuer. Das bekannteste Medikament zum Abnehmen heißt Wegovy aus der Gruppe der sogenannten GLP-1-Rezeptor-Agonisten. Entdeckt wurde deren verschlankende Wirkung - etwa 10-20% des Körpergewichts - durch Zufall. Im Zuge von Diabetesbehandlungen fiel auf, dass Patienten so nebenbei auch abnahmen. Diese Medikamente haben selbstverständlich Nebenwirkungen. Auch ist unerfreulich, dass sie vermutlich lebenslang verabreicht werden müssen und monatlich zwischen 400 Euro in Deutschland und 1.300 Dollar in den USA kosten. 

Dies führt uns zum zweiten Weg, der mühsam ist, jedoch gesund und kostengünstig. Um diesen Weg einzuschlagen, ist es hilfreich zu wissen, dass die Zunahme des Durchschnittsgewichts zwischen 1960 und heute überwiegend darauf zurückzuführen ist, dass unser täglicher Energieverbrauch in den letzten 60 Jahren um etwa 100 Kalorien abgenommen hat. Wir leisten im Schnitt also weniger physikalische Arbeit, essen aber im Grunde dasselbe oder sogar mehr. Nicht für alle Menschen, aber für fast alle, gilt: Täglich mehr Kalorien zu sich zu nehmen, als zu verbrauchen, bedingt ein steigendes Körpergewicht. Sowohl die Aufnahme von Kalorien als auch deren Verbrauch, können wir beeinflussen. Das Training in einem Fitnessclubs wirkt sich positiv auf den Verbrauch von Kalorien aus. Essen und Trinken wirken grosso modo in die andere Richtung.

Ob sich die Qualität Ihres Essens, reguläre Tomaten oder Bio-Tomaten, auf Ihr Gewicht auswirkt, ist umstritten. Wahrscheinlich ist, dass die Reihenfolge, in der Sie Lebensmittel zu sich nehmen, eine ähnliche Bedeutung hat, wie deren Menge. Weit verbreitetet ist die Fehleinschätzung, dass Naturprodukte immer gut für Sie sind. So sind beispielsweise Früchte, die Sie zur falschen Zeit essen, aufgrund ihres Zuckergehalts weniger nützlich, als Sie vielleicht denken. Fleisch oder Fisch, zur richtigen Zeit verspeist, wirken sich positiver aus, als manch einer glaubt.

Hat man erst einmal deutlich mehr Fett im Körper als notwendig, dann ist es mühselig, dieses wieder loszuwerden. Je nach Konstitution müssen unterschiedliche Therapiekonzepte angewendet werden, um das Gewicht ohne Schaden für den Körper wieder zu reduzieren. Dies ist das Feld der Ernährungsberatung. Was für Sie das richtige Zielgewicht und der richtige Weg dahin sind, müssen Sie sorgfältig recherchieren. Ihr Idealgewicht sollten Sie sich keinesfalls von Influencern oder Tabellen im Internet vorgeben lassen. Oft sind Werte, die Sie auf diese Weise ableiten, falsch für Sie. Unterstützung durch kompetente Fachkräfte ist daher sinnvoll.

Manche Menschen hören einfach auf zu essen oder treiben bei gleicher Ernährung deutlich mehr Sport, bis sie das Gewicht erreicht haben, welches sie anstreben. Letztere trifft man häufig in Fitnessclubs. Etwa 460 Gram verliert ein aktiver Mensch pro Tag, wenn er nichts isst und ausreichend Wasser trinkt. Mehr Spaß macht es natürlich, etwa dasselbe zu essen und mehr Sport zu treiben. Dieser Weg führt auch zu stabileren Ergebnissen, falls es Ihnen gelingt, eine entsprechende Routine zu entwickeln. Solche Maßnahmen sind natürlich kein Universalrezept und manchmal können sie gesundheitsschädlich sein.

Gute Fitnessclubs haben deshalb Geräte, die Ihnen über die Zusammensetzung Ihres Körpers Auskunft geben können: Fett- und Muskel- sowie Wasseranteil. Ambitionierte Sportler und sehr schlanke Menschen haben oft viel zu wenig Fett im Körper. Das kann lebensgefährlich sein, weil Fettzellen wichtige Nährstoffe wie Zucker und Salz speichern und kontrolliert an unser Blut abgeben können. Menschen mit einer zu geringen Anzahl von Fettzellen speichern solche Stoffe direkt im Blut, welches dort zu riskanten Schwankungen ihrer Konzentration führen kann. Paradoxerweise sind es Fettzellen, welche über den Botenstoff Leptin unser Appetitzentrum im Gehirn steuern. Fettzellen sind, metaphorisch gesprochen, Freund und Feind im Doppelpack.

Auch bei vermeintlichem Idealgewicht, kann der Körper eine höchst ungesunde Zusammensetzung aufweisen. Deren regelmäßige Messung ist daher für Jeden - jung, alt, klein, groß, dick, dünn - sinnvoll. Vertrauen Sie dabei nicht auf billige technische Hilfsmittel oder den Rat von Menschen, die keine entsprechende Erfahrung besitzen. Beides kann zu falschen Schlussfolgerungen führen. Hochwertige Messgeräte für die Körperzusammensetzung kosten viele tausend Euro, und dies aus gutem Grund. Die richtige Interpretation der Messergebnisse durch fachkundiges Personal und die Anpassung Ihres Trainingsplans an deren Veränderung sind empfehlenswert.

Hat man ein sinnvolles Gewicht und eine geeignete Körperzusammensetzung erst einmal erreicht, dann können Sie einer einfachen Regel folgen: Abends auf die Waage. Zeigt die Nadel einen Wert, der über dem gewünschten Körpergewicht liegt, am nächsten Tag nichts essen oder einen zusätzlichen Trainingstermin einschieben. Die bittere Pille ist: Hauruckaktionen bringen nichts, Sie müssen es ernst meinen und tatsächlich dauerhaft umsetzen. Zumindest solange, bis Ihr Körper voluminösere Zeiten vergisst. Natürlich ist dieses Vorgehen nicht umfassend wissenschaftlich begründet. Es beruht auf mehreren schonungslos vereinfachenden Annahmen. Kurz, es trägt der Komplexität des Themas keinesfalls angemessen Rechnung. Doch es funktioniert und kann Ihnen viel Kummer und Kosten ersparen.


Dienstag, 1. August 2023

Fitnessforschung – The Big Sleep

Auch die Schweizer mögen wir. Nicht zuletzt, weil mit Schweizern zu streiten kein Spaß ist. Die Schweizer sind intelligent, gut ausgebildet und haben ihren ganz eigenen Kopf. Deshalb wird in der Schweiz Wilhelm Tell als Volksheld verehrt. Dieser Typ, der seinen Kind mit einer Armbrust von anno Knipp einen Apfel vom Kopf geschossen hat. Weil er sich von einem Habsburger nichts sagen lassen wolle. So verständlich dieses Motiv sicherlich ist, bei uns wäre das direkt ein Scheidungsgrund oder Anlass für eine Strafanzeige. Hier können Sie so etwas nicht bringen. Auch die Freunde würden komisch schauen. Obwohl das Material natürlich Fortschritte gemacht hat. Die Nemesis 480, zum Beispiel, besitzt solide Technik: Kompositmaterial, ABB Sehne, eingebaute Kurbelspannhilfe, Zielfernrohr, SDLS Dämpfer, Jim Kempf-Abzug, 526 km/h Pfeilgeschwindigkeit. Damit kann man im Grunde schon arbeiten, doch - wie gesagt - bei den Kids, besser nicht. 

Im Swiss Medical Forum wird berichtet, dass es aktuelle Forschung zu der Frage gibt, ob man abends Sport treiben sollte. Nicht so Forschung wie bei uns: Ja wir haben mal im Ministerium rumgefragt, und da fanden es alle gut. Nein, echte Forschung, repräsentativ ausgewählte Probanden, Kontrollgruppen, Versuchsreihen, statistische Auswertung, Dokumentation, Peer Review. Was man halt so macht, wenn einen was interessiert. Wenn also nicht nur so ein Wisch benötigt wird, um etwas durchzusetzen, das man sich vorher schon in den Kopf gesetzt hat. 

Das Thema der Studie waren Schlafstörungen im Leistungssport. Auch in Deutschland wurde zu diesem Thema früher geforscht, ist aber lange her. War bevor alle Projekte, die gefördert werden, mit Klima oder Gender zu tun haben mussten. Nun haben sich also die Schweizer der Sache angenommen und durchaus Spannendes herausgefunden. Beispielsweise, dass im Eishockey-Leistungssport Schlaftabletten wie Tic Tacs verabreicht werden. Man sollte wohl besser ausgeschlafen sein, bevor es da los geht. Jeweils zwei Minuten Auszeit gibt es für folgende Spielzüge: Stockschlag, Beinstellen, Halten, Ellenbogencheck, Haken, Check mit dem Stock, unerlaubter Körperangriff. Für einen Außenstehenden könnten die Schlafstörungen im Eishockey also durchaus auch andere Gründe haben als Sport am Abend. Die wurden aber nicht untersucht.

Nicht nur beim Eishockey, sondern auch in der allgemeinen Bevölkerung, gibt es Schlafstörungen, rund 30% klagen darüber. Das haben die Schweizer ebenfalls erforscht. Dass Schlafstörungen etwas mit Sport am Abend zu tun haben, wurde aber widerlegt. Forscher der ETH Zürich und des Swiss Sleep House in Bern empfehlen, die Trainingseinheiten mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen zu beenden, weil die Herzfrequenz nach dem Sport noch eine Weile erhöht bleibt. Sie haben zudem festgestellt, dass Schlafstörungen besonders bei Personen auftreten, die überhaupt keinen Sport treiben. Sport am Abend ist also nicht der Grund für Schaftstörungen, sondern könnte sogar Teil einer Therapie gegen diese sein. Das ist natürlich eine höchst erfreuliche Erkenntnis. Die Schweizer wären nicht die Schweizer, wenn sie ihre Forschungsergebnisse nicht zusammen mit etwas Lebensweisheit präsentieren würden: Sie empfehlen eine heiße Dusche oder ein Bad am Abend.

All das deckt sich mit den Schilderungen der Trainierenden in unseren Fitnessclubs. Doch auch, falls das nicht so wäre, würden wir den Schweizern nicht widersprechen. Solche Fähigkeiten im Umgang mit der Armbrust, gepaart mit dem Willen, diese einzusetzen. Da möchten wir kein unnötiges Risiko eingehen.

Krankenkassen – Tainted Love

Wale leben von Plankton und anderen kleinen Meeresbewohnern. Die meisten davon kommen nicht mehr heil aus dem Walbauch heraus. 2.200 Tonnen ...